Pflegetipps für unsere Bronzefiguren und -skulpturen

Je nach Standort der Skulptur – drinnen oder unter freiem Himmel – erfordert die Pflege unterschiedliche Herangehensweisen, die wir Ihnen hier erläutern möchten.

Generell ist es ratsam, Bronzeskulpturen drei- bis viermal im Jahr gründlich zu reinigen, um ihre Pracht zu bewahren und die Freude an ihnen zu bewahren. Manche Sammler entscheiden sich bewusst für eine grüne Patina, die der Figur eine ehrwürdige Ausstrahlung verleiht. Selbst in solchen Fällen ist angemessene Pflege unerlässlich, besonders wenn die gewünschte Patina-Farbgebung bereits erreicht ist.


Tigerkopf - PatinaTigerkopf - Patina

Bildung einer Patina

Die Wahl zwischen natürlicher Patinaentwicklung und regelmäßigem Polieren ist eine persönliche Vorliebe. Historische Bronzeskulpturen verdanken ihren Charakter oft der Zeit. Patina fungiert zudem als Schutzschicht, die die Lebensdauer von Freiluftskulpturen verlängert. Manche bevorzugen beschleunigte Patinierung, doch bei hochwertigen Statuen wird von dieser Methode abgeraten, um ungleichmäßige Resultate zu vermeiden.

Geduldige Beobachter können bei Gartenskulpturen innerhalb weniger Monate natürliche Patina bemerken. Um Dunkelfärbungen zu begrenzen, ist regelmäßiges Polieren ratsam. Dafür gibt es spezielle Metallreiniger und bewährte Hausmittel.

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Metallreiniger - worauf man achten sollte

Ideal ist bei der regelmäßigen Politur einer Bronzeskulptur die Anwendung eines sanften, trockenen Tuchs oder einer weichen Bürste. Ein Dremel mit Polierscheibe kann die Arbeit erleichtern. Bei der Verwendung von Metallreiniger oder Polierpaste ist die Eignung für Bronze bzw. Kupfer entscheidend. Die in diesen Produkten enthaltenen Polierpigmente und milden Reinigungsmittel lösen Schmutz schonend und bringen den natürlichen Glanz des Materials hervor.

Viele solcher Produkte enthalten eine ölbasierte Komponente, die nach dem Polieren eine schützende Schicht bildet. Der Poliervorgang kann bei Bedarf mehrmals wiederholt werden, bis das gewünschte Ergebnis erzielt ist. Nach dem Polieren empfiehlt es sich, verbliebene Rückstände der Politur mit einem feuchten Tuch zu entfernen und die Skulptur trocken zu reiben.

 

Tipps für den Antiklook

Selbst bei Skulpturen mit gewollter Patina ist regelmäßige Pflege nötig. Diese ist jedoch weniger aufwendig als das Polieren. Organische Verschmutzungen lassen sich mit einer sanften Bürste oder leicht angefeuchtetem Tuch entfernen. Einige Tropfen Zitronen- oder Essigsäure können helfen und aufgehellt wirkende Bereiche schneller in ihren natürlichen Farbton zurückbringen.

Nach der Reinigung vorsichtig abtrocknen und mit geeignetem Pflegewachs für Bronze behandeln. Das Wachs sollte rasch und reibungsarm aufgetragen werden, um die Patina nicht zu schädigen. Daher vorher auf Raumtemperatur erwärmen. Die Wachsschicht verlangsamt Patinabildung und gibt der Oberfläche einen antiken Glanz mit zartem Schimmer.

Pflegemittel aus dem Haushalt

Essig und Zitronensäure

Tragen Sie Essigsäure oder Zitronensaft auf einen sauberen Lappen auf und reiben Sie die Bronzeoberfläche gründlich ab. So lösen sich leichte Korrosionsspuren schnell auf und der ursprüngliche Glanz kehrt zurück. Beachten Sie jedoch, dass der Kontakt des Metalls mit Säure das erneute Auftreten von Korrosion begünstigen kann. Deshalb eignet sich diese Methode nicht für eine dauerhaft glänzende Oberfläche. Die Verwendung reiner Säure ist empfehlenswert, wenn Sie die natürliche Korrosion absichtlich beschleunigen möchten.

Beachten Sie bitte auch, dass Kupfer in Wechselwirkung mit Essigsäure echten Grünspan oder Kupferacetat bilden kann. Im Gegensatz zur grünen Patina ist dieser Grünspan jedoch giftig.

Seifenlauge und Alkohol

Durch die Verwendung von Seifenlauge oder Alkohol lassen sich äußerst zufriedenstellende Reinigungsergebnisse erzielen, insbesondere wenn noch Überreste früherer Versiegelungen oder fettige Fingerabdrücke vorhanden sind.

Natron und Zahnpasta

Durch das Mischen von herkömmlichem Natronpulver mit Wasser entsteht eine effektive Polierpaste für Bronze. Diese beeinträchtigt aufgrund ihrer alkalisierenden Eigenschaften nicht das Risiko weiterer Korrosion. Feinere Details und Reliefs, die mit einem Tuch schwer zugänglich sind, lassen sich auch mit Zahnpasta und einer alten Zahnbürste reinigen. Nach der Anwendung sollten eventuelle Rückstände gründlich mit einem feuchten Lappen entfernt werden.

Versiegelung

Nach der Reinigung ist es ratsam, die Figur gründlich zu trocknen. Als hausgemachte Versiegelungsoptionen bieten sich Leinöl oder Karnaubawachs an. Für eine stärkere Versiegelung im Freien könnte man Paraffinwachs in Waschbenzin auflösen und die Figur damit behandeln. Überflüssiges Öl oder Wachs sollte anschließend vorsichtig abgetupft oder sanft eingerieben werden. Ein Tipp: Bei der Verwendung von Versiegelungsmitteln ist Zurückhaltung geboten, um unschöne schlierige Rückstände von Wachsen oder Ölen zu vermeiden.

Welche Pflegemethoden man vermeiden sollte

Obwohl es eigentlich selbstverständlich sein sollte, treten immer wieder unschöne Schäden an Bronzefiguren aufgrund von Drahtbürsten, Schraubenziehern oder Schleifpapier auf. Selbst wenn die Korrosion fortgeschritten ist, ist es ratsam, der Versuchung zu widerstehen, solche Verfärbungen auf brutale Weise zu beseitigen. Falls die mechanische Entfernung der Ablagerungen unvermeidbar ist, empfiehlt sich der Einsatz einer harten Wurzelbürste oder einer Schuhbürste.

Es ist entscheidend, die Statuen keinesfalls mit Materialien zu bearbeiten, die härter sind als Bronze, da dies zu unschönen Kratzern führen kann, die später ungleichmäßig nachkorrodieren könnten.


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